Tansania-Reise Sommer 2019

Eindrücke und Erlebnisse von P. David und jungen Mitreisenden von der

 Tansania-Reise im Sommer 2019

Blühende Mango-Bäume, lachende Kinder,
die sich um uns drängen, und Kaplan Cornelius,
dem man sofort ansieht, wie glücklich er gerade ist.

Ein Highlight von vielen während unserer Reise durch Tansania war die Ankunft in Cornelius‘ Pfarre Kipapa, wo wir festlich empfangen wurden. Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen wurden gesucht und wir bekamen die Gelegenheit mit Jugendlichen Fußball zu spielen.
Ein paar Tage zuvor waren wir in Lupilo, wo Cornelius die Schule besucht hatte. Auf Bitten einer Lehrerin brachten wir als Unterstützung Schulbänke mit. Voll unbändiger Freude drängten sich die Kinder, um einen Platz an den Holztischen zu bekommen.
Das waren zwei Höhepunkte unserer weiten Reise quer durch das Heimatland unserer Kapläne Cornelius und Manfred. Die Reise ging von Dar es Salaam zum Mikumi Nationalpark, in dem wir eine Safari erleben konnten. Dann fuhren wir nach Mbinga (Heimatdiözese von Cornelius) und bis an den Nyasa-See (Malawisee). Zum Schluss der Reise konnten wir auf Zanzibar, wo Kaplan Manfred als Pfarrer tätig gewesen war, einige Tage auf dieser Insel mit den vielen interessanten Gewürzen, wunderschönen Sandstränden und unglaublich faszinierenden Sonnenuntergängen zwischen Kokospalmen verbringen.

P. David

Benjamin: Ein toller Moment war, als wir die Tische für die Schule übergaben, und wie sehr sich die Kinder freuten. Für uns sind Tische eine Selbstverständlichkeit, aber für die Kinder in dieser Schule war es ein Schritt hin zu mehr Bildung und damit zu Chancen für eine gute Zukunft.
Ich finde es toll, dass wir sie dabei unterstützen können.

Magdalena: Als ich beim Frühstück saß, kamen die drei Schwestern, bei denen wir unser Quartier hatten, zum Verabschieden. Plötzlich begannen sie ein Lied zu singen und P. Cornelius stimmte mit ein. Der ganze Raum war von diesen vier Stimmen erfüllt und das hat mich sehr berührt.

Florian: In Erinnerung bleibt mir die Freude der Waisenkinder und das Leuchten in ihren Augen, als wir sie besuchten und mit ihnen spielten, auch wenn wir nur wenige Minuten mit ihnen verbringen konnten.

Hanna: Es ist noch nicht lang her, dass ich wieder aus Afrika zurück bin. In Tansania sind die Menschen neugierig, sie schauen Fremden in die Augen und beginnen schnell Kontakt herzustellen, wenn auch nur mit schüchternen Blicken. Nun ist Tansania sehr weit weg, aber das Gefühl für Offenheit und Aufmerksamkeit ist in mir geblieben – ich habe es tief in mich aufgenommen. Ich spüre, dass sich dadurch meine Wahrnehmung für die Mitmenschen und Umgebung verändert hat. Dies ist meine schönste Erfahrung von Tansania und ich hoffe, dass sie jeder einmal erleben darf.

Fabian: Es waren die kleinen, unzähligen Momente und Empfindungen, die mir in Erinnerung geblieben sind. Einfachste Lebensumstände wie kaltes Wasser in der Dusche, Kakerlaken, die am Abend im Abfluss verschwinden und dich am nächsten Tag wieder begrüßen. Die freilaufenden Hühner überall, die man dann am Teller entdeckte beim täglich gleich aussehenden Essen, das jedoch sehr wohl im Geschmack und Würze variierte. Da stellte sich mir die Frage: Was ist es, das diesen Menschen hier ihre Herzlichkeit und Glückseligkeit verleiht? Dass ein Bus mit Mutsungus [Europäer] reicht, damit ein Kind große Augen macht, eine Gruppe von Kindern uns nachläuft und die Menschen uns mit einem Lächeln winken? Womit wir es „verdient“ hätten, dass wir von den Einheimischen wie lang ersehnte Verwandte begrüßt und empfangen werden?
Ich glaube, obwohl sie viel weniger haben als wir, so haben sie doch mehr davon. Ich glaube auch, die Quelle ihres Glücks liegt in der Menschlichkeit und bei Gott.
Ein weiteres Erlebnis war bei der Abreise vom Nyasasee, als die drei Nonnen für uns ein Lied anstimmten und P. Cornelius mit einstimmte. Dieser Moment der Zugehörigkeit hat mir gezeigt, wie sehr er mit seiner Heimat verbunden ist.

Fotos © Pfarre St. Josef

 

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