Seite des Pfarrers

26.8.2020

Liebe Schwestern und Brüder unserer Pfarre St. Josef!

Im „Gotteslob“ finden wir unter der Nummer 465 ein wunderschönes Lied von Detlev Block mit folgendem Text: „Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht. Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut, Herr zwischen Blüh‘n und Reifen und Ende und Beginn. Lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf dich hin.“

Der Sommer neigt sich und glaubend beginnen wir ein neues Arbeitsjahr in unserer Pfarre. Wir haben in den letzten Monaten ungemein viel erlernt und erlebt, wir haben Erfahrungen im Umgang mit dem noch immer allgegenwärtigen Coronavirus gesammelt und wir bemühen uns in allen Bereichen unseres Lebens mit der Situation, so wie sie eben ist, verantwortlich umzugehen.

Wir wollen bewusst einen gemeinsamen Start im September wagen und eng verbunden mit dem Gedenktag des seligen P. Anton M. Schwartz unser 85-jähriges Pfarrjubiläum mit einem Gottesdienst am 13.9.2020 um 9.30 Uhr im Freien (bei Schlechtwetter in der Kirche) beginnen. Anschließend werden wir bei einer Agape einüben können, gemeinsam, aber doch mit dem nötigen Abstand, beisammen zu sein.

Für die kommenden Wochen werden folgende Vorsichtsmaßnahmen unsere Gottesdienste begleiten. In diesen herausfordernden Zeiten tragen wir alle gemeinsam Sorge, damit das Feiern öffentlicher Gottesdienste weiterhin möglich sein wird. Zum Schutz aller anwesenden Personen bitten wir die von der Erzdiözese Wien veröffentlichten COVID 19 Regeln einzuhalten.

Konkret bitten wir:

  1. Das Betreten und Verlassen des Kirchenraumes ist nur mit einem Mund-Nasen-Schutz möglich.
  2. Auf die Hygiene zu achten, d.h. beim Betreten des Kirchenraumes sind die Hände zu desinfizieren.
  3. Abstand halten, mindestens 1,5 Meter.
    Nur die ausgewiesenen Plätze stehen zur Verfügung. Ausschließlich Familien – Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt wohnen – können auf den vorgeschriebenen Abstand verzichten. Bitte die Markierungen in den Bänken beachten!
  4. Darüber hinaus bitten wir, auf den vorgedruckten Formularen, die in den Bänken aufliegen, Name und Telefonnummer bekannt zu geben. Diese werden nach dem Gottesdienst eingesammelt und in ein mit Datum und Uhrzeit beschriftetes Kuvert gegeben. Damit unterstützen wir bei einem möglichen positiven COVID 19 Test eines Gottesdienstbesuchers die Gesundheitsbehörden bei den weiteren notwendigen Schritten zum Schutz aller. Nach 28 Tagen werden die Formulare vernichtet.
  5. In jedem Sonntags-Gottesdienst gibt es Ansprechpartner für offene Fragen und Anliegen.

In den letzten Monaten haben wir das Gebet und das Glaubensleben in der Familie als tragenden Grund unseres Lebens erfahren. Wir waren dankbar für die Gottesdienste und Impulse, die uns das digitale Zeitalter ermöglichen, aber wir freuen uns aus ganzem Herzen auf gemeinsam gefeierte Gottesdienste, Agapen und Begegnungen in Gruppen und Runden von „Angesicht zu Angesicht“.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen noch schöne Spätsommertage und uns allen einen guten Start ins neue Arbeitsjahr.

Pater Andreas und Leitungsteam

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31.05.2020

„Für eine geistvoll erneuerte Normalität“

Unter diesem Titel haben die Österreichischen Bischöfe ein Pfingsthirtenwort veröffentlicht, das ich wirklich sehr empfehlen kann – bitte lesen Sie es zumindest als Kurzfassung! https://www.bischofskonferenz.at/hirtenwort-pfingsten2020

Eine „neue Normalität“ kann nur eine „geistvoll ERNEUERTE Normalität“ sein. Nur mit Lockerungs-maßnahmen entsteht noch nichts wirklich Neues. Die Bischöfe nennen hier den Heiligen Geist den „Herzschrittmacher“ für Krisenbewältigung und konstruktives Miteinander. Dann empfehlen sie folgende 7 Geistesgaben:

1)    Dankbarkeit, die eine neue Lebensqualität ermöglicht – „Eucharistie“ bedeutet ja auch genau das: Dankbar sein und es feiern.

2)    Verbundenheit miteinander, die nur mit Hilfe von immer neuer Versöhnung etabliert werden kann – Jesus sagte bekanntlich, Versöhnung brauche es permanent (70 x 7 x).

3)    Ein Comeback der Solidarität mit denen, die traurig sind, Verluste erlitten haben, um ihre Existenz bangen …

4)    Wertschätzung und Lernbereitschaft zusammen mit einer neuen Debattenkultur in Politik, Gesellschaft und Kirche. Dazu gehören u.a. gegenseitiger Respekt und eine menschliche Fehlerkultur …

5)    Nachhaltige Lebensweise anstatt eines „unersättlichen Immer-Mehr“, das uns selber und die Natur krank macht. Das passiert nicht von selber und auch nicht durch Demos und Unterschriftenlisten, sondern durch „Umkehr“, durch eine Mentalitätsveränderung.

6)    Weiters sagen die Bischöfe, dass eine „erstrebenswerte Normalität“ durch Lebensfreude und ein gutes Maß an Geduld gekennzeichnet ist. Das macht gelassen und verleiht Resilienz (Belastbarkeit).

7)    „Trotzdem-Kraft“ zur Bewältigung krisenhafter Situationen bekommt man letztlich durch Vertrauen und einen guten Draht zum Hl. Geist.

Liebe Schwestern und Brüder!
Mit diesen Qualitätsmerkmalen und den derzeit geltenden Rahmenbedingungen, die ca. 70 Messbesucher in unserer Kirche ermöglichen, lasst uns neu durchstarten. Ja, und Dank  für alle Geduld und alle Mithilfe in den letzten Monaten!

Euer Pater Andreas

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18.04.2020

Was macht Corona mit uns?

Terroranschläge, Jobverlust, Wald- oder Dachbodenbrand, Überschwemmungen – sie erschüttern punktuell unser Leben.

Ein Virus bringt das ganze System zum Kippen. Alles wird umgewälzt – es gibt Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust, Fokusverlagerungen, Begegnungs-und Spielraumeinschränkungen, Kontaktverminderung etc.

Ein alter Spruch, der leicht missverstanden wird, lautet: „Extra ecclesia nulla salus“, auf Deutsch „Außerhalb der Ekklesia (Kirche) kein Heil“. Da man meinte, nur innerhalb der [katholischen] Kirche sei Heil und Himmel zu finden, wurde mit Gewalt missioniert, zwangsgetauft und vieles mehr.

Ich denke, es ist besser und richtiger, die Situation so zu verstehen, dass nur innerhalb eines gesunden Systems Heil, Frieden, Kraft und ähnliche Erwartungen befriedigt werden können. Mit Ekklesia, wörtlich „herausgerufen“ (bzw. auch „herausgeholt“), sollte es möglich sein, aus einer krank(machende)n Zone zu entkommen (Zonenwechsel).

Auch wenn ich mich gesund und fit fühle, so bin ich dennoch bedroht und gefährdet, solange ich in einer Seuchenzone angesiedelt bin. Wenn jetzt so oft von Quarantäne wegen der Corona-Pandemie gesprochen wird, dann trifft es genau diese Thematik. Nachdem Jesus die Apostel zu „Menschenfischern“ macht und vom Eintreten ins „Gottesreich“ spricht, geht es genau um einen solchen Zonenwechsel.

Getauftsein“ meint ein „Hineingetaucht-/Hineingeborensein“ in ein gesundes zukunftsträchtiges System – inklusive herausgeholt/-gefischt werden aus einer verseuchten Welt.

„Corona“ mag verstanden werden als ein globales Signal wie „Betretet mit eurem innersten Kern, mit eurer Substanz und eurem Herzen den NEUEN BODEN – das Reich, in dem Jesus der König ist“.

Auch wenn in dieser Corona-Krisenzeit übliche Wege wie Hl. Messe, Beichte, Gruppentreffen u. ä. versperrt sind, so ergibt sich daraus eine Riesenchance: Man kann sich selber ganz persönlich „EINLOGGEN“ (andocken) in der heiligen, heilen, gesunden ZONE GOTTES. Wie bei einem Internetzugang ist der Zugang zum Herzen Gottes möglich. Der „Zugangspunkt“ ist „Jesus“, der Pincode ist dein Name, z.B. „Thomas“ – komm berühre mich!

Pater Andreas

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4.4.2020

Liebe Schwestern und Brüder in St. Josef!

Seit drei Wochen gibt es keine öffentlichen Gottesdienste mehr, dann kamen diverse Ausgangsbeschränkungen, zuletzt der Aufruf zum Maskentragen – alles Strategien, um eine Epidemie bzw. Pandemie abzufangen.

OSTERN ist DIE Maßnahme gegen eine andere Pandemie mit weltweiter Problematik: gegen das geistliche Virus, das uns, für die Liebe geschaffenen, Wesen ansteckt und von der Liebe und vom Frieden wegtreibt – hinein in Gleichgültigkeit, Gewalt und alle möglichen Formen von sinnlosem Benehmen.

Der SCHLÜSSEL zu einer neuen gesunden Welt ist nach unserer christlichen Überzeugung JESUS CHRISTUS. Warum? Weil ER demonstriert hat, wie es geht: dienen, verzeihen, sich-selber-investieren und Böses abfangen statt es zurück- oder weiterzugeben.

Mit Masken und Abstandhalten wappnen wir uns gegen Coronaviren. Mit den Mitteln und Werkzeugen Jesu immunisieren wir uns gegen die Kräfte der Zerstörung und verbünden uns mit den Mächten des Himmels.

HEUTE IST DER 4. APRIL 2020: Auf den Tag genau vor 75 Jahren (4.4.1945) fiel eine BOMBE auf unsere Kirche. Bischof Maximilian Aichern wollte aus diesem Grund ursprünglich heute zu uns in die Abendmesse kommen und einige Worte zu diesem Anlass sagen. Er hatte nämlich den Bombenabwurf damals im Haus seiner Eltern gegenüber der Kirche live miterlebt (als 12-Jähriger).

Mit ihm gemeinsam möchte ich allen zurufen: Ob Bombe oder Coronaviren-Pandemie, ob Sünde und Unheil in welcher Form auch immer – lasst DEN in euer Herz und in eure Mitte, der all dieses Elend mit seiner Art zu leben und zu sterben überwindet:

Jesus, den wahren Herrn und „Transformator“ dieser Welt.

Pater Andreas, 4.4.2020

 

Grußbotschaft von Bischof Maximilian Aichern zum 4.4.1945 (75 Jahre Bomben Einschlag in die Kirche St. Josef): –>  

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18.3.2020

Liebe Schwestern und Brüder in St. Josef!

Wer hat eine solche Situation schon erlebt? Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen bestimmen unser Privat-, Berufs- und Pfarrleben. Nicht nur ich erlebe derzeit eine gewisse Anspannung – für uns alle waren die letzten Tage herausfordernd. Daher ist es mir wichtig, mich in dieser ungewöhnlichen Zeit an Sie/euch zu wenden.

In der sich schnell ändernden Krisensituation nimmt die Pfarre St. Josef – Reinlgasse die Verantwortung euch, den Gläubigen gegenüber, sehr ernst und es wurden in unserer Pfarre zahlreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen. Aufgrund der Vorgaben der österreichischen Bundesregierung hat die Erzdiözese das Abhalten aller öffentlichen Eucharistiefeiern, Gottesdienste, Gruppenstunden, Feierlichkeiten und Versammlungen untersagt.

Nützt die derzeit zahlreich angebotenen Möglichkeiten via Fernsehen, Radio und Livestream durch das Internet, Hl. Messe oder andere Gottesdienste mitzufeiern.

Mir ist es besonders wichtig euch unserer Gebetsgemeinschaft zu versichern. Ohne Gebet vertrocknet, verdurstet man seelisch. Gebetsgemeinschaft schafft Verbundenheit untereinander und mit Gott, der unser Heil will.

Eine Möglichkeit, die ich aus meinem persönlichen Leben kenne und nicht mehr missen möchte, ist, sich der Gebetsgemeinschaft von „Radio Maria“ anzuschließen. Radio Maria bietet von 0 Uhr bis 24 Uhr Programm. Neben viel Information werden mehrmals täglich verschiedene Gebetsformen wie Rosenkranz, Breviergebet, Fürbittgebet, heilige Messe u.v.a.m. angeboten. Sollten Sie einmal nicht schlafen können – auch in der Nacht gibt es Gottesdienste.

Radio Maria können Sie über UKW (leider nicht überall), und über das Internet (www.radiomaria.at) empfangen. Darüber hinaus kann Radio Maria auch über die Digitalfrequenz DAB empfangen werden, wenn es über UKW oder über das Internet nicht möglich ist. Für DAB benötigt man spezielle Empfangsgeräte. Solche Empfangsgeräte sind in der Pfarre St. Josef vorrätig. Sollten sie Bedarf haben, erkundigen Sie sich bitte telefonisch (0664 621 69 33) im Rahmen unserer derzeit eingerichteten täglichen Telefonsprechstunden (14:00-16:00). Im telefonischen Gespräch wird dann geklärt, wie Sie, unter Einhaltung aller derzeit gültigen Vorsichtsmaßnahmen, ein solches Empfangsgerät erwerben können.

Lasst uns erfinderisch sein, um mangelnde / nicht mögliche physische Kontakte durch Nutzen aller elektronischen Medien wettzumachen. Halten Sie Kontakt zu ihren Lieben, den Familienangehörigen und Freunden!
Wir sind für Sie in der Pfarre zu den Bürostunden und zusätzlich täglich von 14:00 – 16:00 telefonisch unter 0664 621 69 33 erreichbar. Stehen wir einander im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe bei.

Und seid gewiss: Wir Kalasantiner  feiern für euch  täglich in der Klosterkapelle die hl. Messe.

Gottes Schutz und Segen – ich halte Sie am Laufenden,
Euer Pfarrer Pater Andreas, am Tag des Hl. Josef, unseres Pfarrpatrons

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Grußbotschaft zum Josefstag 03.2020: –>  

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